Körperbasiertes Erkennen

Körperbasiertes Erkennen

Fred: Das ist aber ein reizvoller Empfang am Flughafen! Robert: Was wacklige ältere Herren gehörig aus der Fassung bringen kann.
Sophia: Diese direkte Animation würde auch andere Touristen irritieren.
Fred: Na klar! Wenn es zufällig zu intimen Berührungen kommt, jagt eine Flut von Reizen durch den ganzen Körper, die der Verstand gar nicht schnell genug verarbeiten kann. Ähnliches ist mir schon mal im Flugzeug mit einer Sitznachbarin passiert.
Kathrin: Solche Erlebnisse prägen sich tief ins Körpergedächtnis ein. Ich erfahre das als „Gänsehaut“; blöderweise nur selten in Form wohligen Schauerns, sondern als ausgesprochen unangenehme Sensation. Eine böse Begegnung mit einem Hund in der Kindheit hat Erinnerungsspuren in meinem Körper hinterlassen, und noch heute schafft es der kleinste Kläffer, dass es mich unweigerlich fröstelt.
Konrad: Ja, das Körpergedächtnis speichert Empfindungen viel dauerhafter als das Gehirn Informationen. Zu unserem Leidwesen sind die meisten rational unbeeinflussbar.
Fred: Ich meine fast, dass der alte Herr den Schabernack von Anfang an durchschaut und mitspielt, um die Situation so lange wie möglich auszukosten.
Helene: Du hältst ihn wohl für einen durchtriebenen Sextouristen? Fred: Ach woher, er genießt es einfach, wenn ihn gleich zwei Frauen anflirten. Aber in seinem Alter bleibt es doch bei Fantasien.
Robert: Wobei auch da der Körper wieder mitspricht, oder?